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Hier ist der Platz für Deine ganz besondere Geschichte =)Hier ist der Platz für Deine ganz besondere Geschichte =)

 

Was Verbindet Dich mit dem kleinen Dorf am Mittelmeer.

Die besondere Geschichte...

 

Die heimliche Reise,

von K.R.

Mallorca – nun gut, wir hatten viel in den Medien von dieser Insel gehört und gelesen.

Dies ist eine Insel, Hauptort Ballermann – laut und ne Menge Alkohol.
Meine Eltern buchten einfach für uns und unsere Kids mit und so landeten wir auf dieser Insel, von
der wir nix weiter wussten. In den Bus hinein und ab nach Sa Coma. In ein Hotel, 10 Minuten vom
Strand entfernt. Die Unterkunft war gut und auch der Weg zum Meer nicht weit. Mehr haben wir in
dieser einen Woche nicht gesehen. Beim Abflug kein trauriger Blick – das war es.

Mallorca halt. So dachten wir.
Zwei Jahre später wollten meine Eltern wieder auf die Insel und so buchten wir ein Hotel in
Alcudia. Ohne Kinder, waren ja nun erwachsen.
Da wir keinen Mietwagen hatten, stiegen mein Mann und ich einfach in einen Bus und fuhren in
einen Ort, dessen Namen ich ständig vergessen hatte. Can Picafort. Dort bummelten wir durch die
Ladenstraße, staunten über die Palmen und entdeckten den Markt. Liefen danach an der
Stranpromende zurück und ich konnte meine Augen vom Meer nicht abwenden. So schön. Wieder
in Alcudia, das damalige Hotel befand sich in einer sehr kleinen Bucht, sprachen wir lange über
unsere Eindrücke. Und wieder folgte eine Abreise....ohne Emotionen.
Ihr kennt das sicherlich alle – viel Arbeit, viel Kummer und das Gefühl, zu ersticken und just in
diesem Moment entdeckte ich eines Tages ein Angebot. Vier Tage, AI – einfach weg und ja, wenn
es sein muss, eben auch nach Mallorca. Ohne jemanden zu fragen oder überhaupt nur eine Sekunde
nachzudenken, drückte ich auf " buchen ". Für drei Personen , in einem Zimmer. Meine Tochter
machte große Augen, denn ihr Partner hätte eine Reise ohne ihn absolut nicht für gut befunden. Und
so viel mir eine Lüge ein. Ich versichere euch, dass dies absolut nicht meine Art ist und Ehrlichkeit
an der ersten Stelle steht.

Aber dieses eine Mal wollte ich egoistisch sein und etwas ganz Verrücktes tun.

Weder mein Sohn noch meine Eltern wussten von unserem Plan und es war ja eine Last-Minute
Reise. Ablug in zwei Tagen. Schnell wurde ein Schulung erfunden innerhalb Deutschlands. Ich
überwies den Reisebetrag, die Tickets sollten dann am Airport Berlin Tegel für uns bereit liegen.
Weder den Urlaubsort noch das Hotel schaute ich mir genauer an.

War einfach nebensächlich – nur weg.
So packten wir ruck zuck unsere Sachen und fuhren in der Nacht zum Flughafen. Welch ein
seltsames Gefühl, etwas heimlich zu tun.
Als die Maschine abhob durchströmte mich ein Gefühl der Freiheit. Und bei der Landung – machen
wir das gerade wirklich?
Rein in den Transferbus, die Sonne schien und ein wundervoller Duft strömte uns entgegen. Aber
warum hatte ich dies noch nicht vorher bemerkt?
Meine Tochter und mein Mann schliefen im Bus friedlich ein, währendessen ich jede Palme, jedes
Haus und auch jeden Stein in mich aufsog. Herrlich. Wir fuhren Richtung Alcudia, die Strecke
kannte ich ja schon. Als wir rechts abbogen, durchzuckte es mich. Es kam mir alles so sehr bekannt
vor. Wir werden doch nicht.....
Und ja, die Fahrt ging tatsächlich nach Can Picafort, genau in den Ort, welchen mein Mann und ich
so toll fanden. Unfassbar. Der Bus hielt mitten auf der Geschäftsstraße. Und da war es, unser Hotel.
Nordeste Playa. Ok. Der Check In verlief schnell und problemlos. Zack – Schlüssel in die Hand und
rein in den Fahrstuhl. Als wir das Zimmer betraten, war unser erster Eindruck. Klein, drei Betten
standen drin. Alles da, was man braucht und wir brauchten ja nicht viel, nur einfach eben mal raus.
Mein erster Weg führte zur Balkontür. Was mich dann erwartete, war für mich nur ein Wunder.
Plötzlich stand ich auf einer riesigen Terasse und als ich mich nach links wendete, kamen mir die
Tränen. Der Meerblick war einfach genial. Nun waren wir auf Mallorca. Und das noch heimlich.
Der erste Tag verging wie im Flug. Meine gesundheitlichen Beschwerden waren einfach weg und
das Lächlen wollte mir nicht mehr aus dem Gesicht weichen.
Zu Hause....das war sehr weit weg, es zählte nur die Sonne, die Palmen und all die glücklichen
Menschen um mich herum.
Dass schlechte Gewissen, einfach "abgehauen" zu sein, wollte sich nicht einstellen.
Wir saßen gemütlich auf der Hotelterasse, als plötzlich das Handy unserer Tochter läutete und ihr
damaliger Partner anrief. Wir verhielten uns recht ruhig und waren froh, dass man das Rauschen des
Meeres nicht hören konnte. Als sie auflegte und wir aufatmeten fuhr just in diesem Moment die
Bimmelbahn mit einem hörbaren Klingeln vorbei. Wir schauten für einen Moment erschrocken –
und mussten dann herzhaft lachen.
Gern hätte ich Fotos gemacht und sämtliche Flyer mitgenommen, eben alles, was ich finden konnte,
aber meine Tochter passte auf, wie ein Luchs. Und ja, stimmt, dies hätte uns verraten können.
Am nächsten Tag erkundeten wir den Markt – und auch dieser hatte etwas Magisches. Es gab
einfach nichts, was wir nicht schön fanden, doch die Abreise nahte. Wir hatten ja nur 4 Tage
gebucht. Mir liefen bereits Stunden vor dem Abflug die Tränen. Ich wollte nicht weg, einfach nur
auf dieser wundervollen Insel bleiben.
Die Minuten vor Abholung des Transfers nutzte ich dann doch, um unbemerkt noch einmal ins
Hotel zu huschen und mir heimlich einen Flyer einzupacken.

Gott, war ich glücklich, als ich diesen in meine Handtasche stopfte.
Als wir in Deutschland landeten, erwartete uns alles grau in grau. Es regenete und meine
gesundheitlichen Beschwerden meldeten sich sofort wieder. Mist. Furchtbar.
Mein Mann und ich gaben uns ein Versprechen. Immer wieder Mallorca. Und genau daran halten
wir uns. Mindestens dreimal muss es sein. Nun fühlen wir uns dort fast wie Einheimische, buchen
den Mietwagen ab dem Flughafen und hatten uns auch für diesen September für eine
Ferienwohnung entschieden. Es macht großen Spaß, durch Mercadona und die Märkte auf der Insel
zu schlendern, um dort für das Abendessen einzukaufen. Nach dem Frühstück ins Auto und ab über

die Insel – was gibt es denn Schöneres und am Abend, wenn man zu fertig für die Zubereitung des
Essens ist, einfach irgendwo hinsetzen, um irgendwas leckeres zu futtern und hinterher den Abend krönen, mit ner Sagria ohne Früchte und Strassentanz. (Ihr wisst schon wo ;-) )
Inszwischen haben wir die gesamte Familie angesteckt und im kommenden Jahr wird unser, dann 8
jähriger Enkel, Omas und Opas Lieblingsinsel das erste Mal betreten.
Wir sind so glücklich für diese Fügung – und einmal im Leben darf man auch heftig lügen, es hat
niemandem geschadet und uns einen sehr großen Gewinn bescheert.
Danke Can Picafort!

 

 


 

Ein Starkes Heimatgefühl,

oder

"Das Herzchen-Flugzeug"

von Lennart Meyer

 

 

Mallorca,

eigentlich kennt jeder Deutsche diese Insel, wenn auch nur dem Namen nach.

Wenn ich an Mallorca denke, dann fällt mir immer Can Picafort ein.

Ich bin erst 15 Jahre alt, verbinde aber dennoch mit der Insel und insbesondere mit dem Ort,

ein starkes Heimatgefühl.

Aber mal langsam!

Wie alles begann:

2006: Meine Eltern offenbarten mir, ich war niedliche fünf Jahre alt, dass es in den Urlaub gehe:

Mit dem Flugzeug! Das Ziel war mir damals sowas von schnuppe! Viel spannender war,

dass es das erste Mal Fliegen sein sollte.

Am Flughafen sah ich ganz viele Flieger, wovon mir einer direkt ins Auge sprang.

Der mit den Herzen. Eine Boeing 757 von Condor mit der Sonderlackierung. Ich soll ganz aufgeregt

gewesen sein und wollte unbedingt mit diesem Flugzeug fliegen.. Und wie es der Zufall so wollte,

war „Willi“, so wird die Maschine liebevoll genannt, auf unserem Flug unterwegs und es ging

mit ganz vielen Herzen im Gepäck nach Mallorca. Meine Eltern hatten ein Hotel gebucht,

soweit nichts besonderes, da ich das ja schon von Nord- und Ostsee kannte. Es war das

„Platja Daurada“, welches jeder Can Picafort'er schon mal gehört haben dürfte.

10 Tage Strandurlaub waren rum – und es ging nach Hause. Wirklich erinnern, das muss ich zugeben,

kann ich mich daran nicht mehr. Meinen Eltern hat es aber gut gefallen und sie buchten für das

nächste Jahr nochmal Platja Daurada und damit Can Picafort. Also ging es 369 Tage später wieder los. Wieder mit Condor, wieder ab Hannover, wieder nach Can Picafort. Da ich zu der Zeit niedliche sechs

Jahre alt war, habe ich auch nicht mehr wahnsinnig große Erinnerungen. Wir reisen zweieinhalb Jahre

in die Zukunft, Oktober 2009. Es sollte wieder nach Mallorca gehen. Zwar Can Picafort, aber nicht mehr Platja Daurada, sondern eine Ferienwohnung, auch nur 1 km vom Strand entfernt. Zuerst war ich ganz enttäuscht, nicht mehr Platja Daurada, kein Pool mehr, kein Eis zum Abendbrot mehr

(ja, sowas geht nun mal nur im Urlaub :D).

Aber als ich da war muss ich sagen, war es doch echt schön. Eingekauft beim Eroski am Kreisel und dann selber die Nudeln gekocht. Natürlich endete auch dieser Urlaub und es ging ins kalte, nasse Oktoberdeutschland zurück. So weit, so gut.

Aber 2010 ging alles irgendwie in gelenktere Bahnen.

Wieder im Oktober, langsam wurde es „Tradition“, fast zwei Wochen auf Mallorca zu verbringen.

Und wieder haben wir eine Ferienwohnung gemietet. Carrer de Santa Margalida. Diese hat uns so überzeugt, dass wir jetzt, sieben Jahre danach, den Urlaub schon dort das sechste Mal gebucht haben. Wir entdeckten Mercadona. Selbst dieser „banale“ Supermarkt war faszinierend für mich. Ich habe Kassenzettel, Plastiktüten gesammelt, mit nach Deutschland genommen und mir die Namen der Kassiererinnen gemerkt. Was aber wirklich das faszinierendste war, waren die Ansagen, die alle paar Minuten durch den Laden schallten. Was sagen die da bloß? Warum so oft? - Heute bin ich schlauer: „Atencio, senora xxx, acuda a su caja“. Ich weiß leider nicht mehr genau wann, ich glaube, es dürfte 2013 gewesen sein, da entdeckten wir „tarta de fresa y dos cafe con leche y una Fanta“ für uns. Beim Café „Hawaii“ an der Café-Meile ist diese Bestellung seit diesem Tage „Pflicht“ für uns. Toll ist auch, wie sich zu dem Besitzer ein echt nettes Verhältnis in der Zeit aufgebaut hat. Ja und so sitze ich jetzt, 11 Jahre nach dem ersten Mallorca-Urlaub hier und freue mich schon auf den achten Aufenthalt dort. Alles hat so seinen Gang.

Viele, denen ich davon erzähle, fragen mich/ sagen zu mir, dass das total langweilig sein muss.

Finde ich nicht! Und mit jedem Urlaub mehr dort ist es härter, Abschied für ein Jahr nehmen zu müssen. Aber es spielt immer der Gedanke mit, in einem Jahr wieder da zu sein, was einem immer einen Trost gibt. Und in Deutschland startet man die Inselradio-App, meldet kaltes braunschweiger Regennass und freut sich, wenn Till Meyer, Miriam Helms und Kollegen den eigenen Namen vorlesen und man dazu die Webcam vom Platja Daurada oder vom Inselradio vor sich hat und denkt, dass das ja ein Stück Mallorca ist.

Wer weiß, vllt. Ist ja „Willi“ von oben Schuld und hat mir seine Herzen geschenkt, die mich immer wieder dorthin ziehen.

Ein Modell davon steht seither auf meinem Tisch. Und es erinnert mich an Mallorca, Can Picafort und natürlich an das „Herzchen-Flugzeug“.

 

Boing 757 D-ABON, der Condor mit Sonderlackierung 
Foto by Sam BaxterBoing 757 D-ABON, der Condor mit Sonderlackierung Foto by Sam Baxter

 


 

Möchtest  auch  Du Deine ganz besondere Geschichte die

Dich mit Ca'n Picafort zusammenschweisst erzählen?

Nur Mut, wenn du sie verfasst hast, schicke sie Sam Baxter, entweder auf Facebook per PN

oder an: 007baxter@web.de

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